Heolo Lautsprecher
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

"beeindruckend ..."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"... solide wie technik
auf einem flugzeugtäger ..."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"ochsenfrosch in aktion ..."

 

 

 

 

 

 

 

 

"feine vorstellung ..."

Auf den ersten Blick beeindruckend war das sicherlich, was in Raum Berlin 2 des gastgebenden Hotels aufgefahren wurde. Neben Gerätschaften von Avantgarde Acoustic (für insgesamt 51.000 EUR) in Gestalt von Hornlautsprechern (Trio Omega inklusive zweier Basshörner) und Vorstufe (Modell 1), war ebenso luxuriöse Elektronik (CD-Laufwerk Esoteric P03 bzw. Wandler D03; zusammen 24.000 EUR) am Start:

avantgarde horn

 

elektronik von avantgarde und esoteric

 

Haptisch wiederum sehr bemerkenswert (Sie wissen ja...) empfand ich die handtellerbreiten Regler der Vorstufe, mit denen u.a. die Lautstärke geregelt wurde - und zwar untermalt von mechanischen Geräuschen, die ich allenfalls im Maschinenraum eines Flugzeugträgers erwartet hätte. Sehr solide...

avantgarde vorstufe

 

Umso gespannter wartete ich zusammen mit ungefähr 30 weiteren Hörern in dem sicherlich 200qm großen Raum auf den musikalischen Auftritt...

Es wurde ausnahmslos keine sonderlich zupackende, den Bassbereich fordernde rhythmische Musik eingelegt. Desto mehr traten innerhalb der Vorführung die Stimmen der Künstler in den Vordergrund, die in der räumlichen Darstellung außerordentlich plastisch gerieten. Im Rahmen der ersten Takte faszinierend...

 

Phonar
elac
Tellurium Q Kabel
AudioVolver II

 

Mit zunehmendem Verweilen in den dargebotenen Stücken wurde aber auch gleichzeitig deutlich, dass die Stimmen an einer Überpräsenz litten. Eine homogene Darstellung des musikalischen Flusses konnte nicht wirklich erreicht werden. Der Bassbereich wirkte in seiner Anbindung zudem ein wenig separiert - wie mit einem "eigenen Willen" versehen. Allerdings wurde er in Punkto Präzision von den gespielten Stücken auch nicht vollends herausgefordert.

Der Hochtonbereich stand ebenso ein wenig im Schatten der Mitten und ließ -und da bin ich sehr empfindlich- doch ein wenig an Geschmeidigkeit vermissen. Ob`s am Raum lag oder an sonst etwas: Für Liebhaber authentischen Musikflusses scheint diese Kombi weniger auf die Ohren geschneidert, als für Hörer, die es gerne vorwitzig mögen und die spektakuläre Fähigkeiten in Einzeldisziplinen priorisieren. Mit dieser Meinung stand ich übrigens nicht alleine da. Soweit zur zweitteuersten Anlage des Messeaufgebotes...

Im Anschluss sollte mir sodann gleich die zweitgünstigste ihre Aufwartung machen: In dem dafür vorgesehenen, ca. 80qm großen Raum "Potsdam" fiel sofort die oben erwähnte, markante Martion Bullfrog (ca.3800 EUR) ins Auge, flankiert von einem Maynley Stingray (Vollverstärker, 2950 EUR) und Cayin CD-T 23 (CD Player , 1700 EUR):

cayin & manley

 

manley

                      Irgendwie mag ich den Ochsenfrosch...

martion bullfrog

Als möglicher Fußballfan wissen Sie vielleicht: "Wichtig ist auf`m Platz!" Los ging`s also, man spürte: Die relativ wandnah aufgestellten Lautsprecher zogen mich und das über 20-köpfige Auditorium von Anfang an in ihren Bann. Fein, wie schlüssig und homogen die Anlage spielte. Der musikalische Fluss, der mein Trommelfell "umspülte" machte - trotz einer alles andere als optimalen Hörposition - einfach Freude und ich erwischte mich das eine um das andere Mal mit geschlossenen Augen. Hier war nichts spektakulär oder effektheischend. Sicherlich immer eine Sache des persönlichen Gustos, aber Musik, die sich lebendig anfühlt und bei aller Authentizität den Ohren stressfrei schmeichelt, gibt sich immer faszinierend, oder? Stimmen kamen zudem sehr "live"haftig und räumlich präsent herüber, eben "stimmig" eingegliedert in den Rest der Musik.

Doch Oberhinhörer Dames fand natürlich auch hier wieder etwas: "Tiefste Lagen ausgespart, Hochtonauflösung nicht optimal" steht in meinen Mitschriften. Sicher dat... In einem Raum, der von seinen Maßen her sicherlich die meisten Einsatzorte (Wohnzimmer) weit übertrifft und zudem durch zum Teil sogar stehendes Publikum ordentlich bedämpft wurde, ist das keine wirklich fundierte Kritik.

Kurzum: Feine, feine Vorstellung...

Doch es gab ja noch mehr zu erleben: Ein fast doppeltes Budget benötigte allerdings derjenige, der die im Raum München1 vorzufindende Kette sein Eigen nennen will. Ich sag`s vorweg: Der Gegenwert stellt sich als wirklich highfidele Genussmaschinerie dar...