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leserBericht: Plattenvorstellung - Trout Mask Replica

Captain Beefheart

Captain Beefheart

von Matthias Weiß

Manchmal wünscht man sich, es gäbe Musik, die es nicht geben kann. Die ungefähr so klingt, wie eine Mischung aus einer Session manischer Anstaltsinsassen und, tja, was oder wem eigentlich?

1969 erschien das Doppelalbum "Trout Mask Replica" von "Captain Beefheart & His Magic Band". Kaum ein anderes Werk hat mich beim ersten Hören ähnlich stark mitgenommen wie dieser Meilenstein der Musikgeschichte.

Beefheart, 1941 als Don Glen Van Vliet in Kalifornien geboren, zeigte schon früh sein künstlerisches Genie: Bereits als 13jährigem wurde ihm ein künstlerisches Studium in Europa im Bereich der bildenden Künste angeboten. Seine Eltern blieben mit ihm in den USA. An der Highschool lernte Beefheart einen anderen hochbegabten jungen Mann kennen: Frank Zappa, den späteren Produzenten von "Trout Mask Replica" und kongenialen Wegbegleiter Van Vliets. 1967 erschien die erste LP mit der Magic Band ("Safe As Milk"), die einen zumindest noch leicht kommerziell ausgerichteten Mix aus Blues, Jazz und Rock bot. Teilweise schon schräg, aber immer noch irgendwie massenkompatibel.

 

Ascendo
The Gryphon

 

Captain Beefheart And His Magic Band: Trout Mask Replica1969 veröffentlichte Beefheart sein drittes Album "Trout Mask Replica" auf Zappas neugegründetem Label Straight Records, erstmals über vollständige künstlerische Freiheit verfügend. Sein Hauptwerk entsteht unter beispiellosen Umständen; angeblich schreibt Beefheart die 28 (!) Tracks in neun Stunden herunter, die Magic Band (Beefheart, Bill Harkleroad, Victor Fleming, Marc Boston, Jimmy Semens und John French) spielt alles in 4 Stunden ein, Zappa produziert rasend schnell. Viele bedeutende Alben der Rockgeschichte sind unter mythischen Produktionsbedingungen entstanden, hier steckt sicher mehr als nur ein Körnchen Wahrheit dahinter. Was genau erwartet nun den Hörer?

Musik, wie es sie bis zu diesem Zeitpunkt (und auch danach) nicht mehr gab. Ein kruder Mix aus Freejazz, Avantgarde, Blues, Rock undundund. Vor allem jedoch Avantgarde und Freejazz. Nennt man das atonal? Jedoch kann kein Genre auch nur annähernd beschreiben, was geboten wird ...
Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH
www.dussunpower.org

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema