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Jürgen Klöfkorn / Dezember 2011
Mit dem Einfluss und dem Klang von Kabeln in einer HiFi-Anlage betritt man schnell vermintes Gebiet und löst heftige Diskussionen aus. Wird dies bei Lautsprecher- und NF-Kabeln noch weitgehend akzeptiert, so scheiden sich bei Netz- und Digitalkabeln schnell die Geister. Ich möchte mich noch etwas weiter vorwagen und über meine Erfahrungen mit USB-Kabeln berichten.
Mit der Einbindung des Computers in meine Anlage beschäftige ich mich schon einige Jahre, ich habe verschiedene Digitalwandler besessen und zu Gast gehabt, Formate verglichen und Mediaplayer kommen und gehen gesehen, dabei auch so manchen Fehler gemacht und damit viel Zeit und Arbeit vergeudet - sozusagen learning by doing - und auch Lehrgeld bezahlt.
Mit der Anschaffung des Ayre QB-9 USB-Wandlers kam dann langsam das Gefühl auf, im Spitzenbereich von Computer-HiFi angekommen zu sein. In der Zwischenzeit hat dieses Gerät meinen wirklich sehr guten Ayon CD-1 als Digitalquelle verdrängt, alle CDs sind sorgfältig im Flac-Format gerippt, auf dem Mini-PC läuft Windows 7 mit JRiver-Mediacenter 16 und Asio 4all (WASAPI ist auch gut, klingt aber anders).
Damit war für mich der Weg frei, um das Thema USB-Verbindung zwischen PC und Ayre anzugehen, denn schon der Wechsel einer gewöhnlichen Beipackstrippe zu einem preisgünstigen, aber gut abgeschirmten Monster-USB-Kabel für circa 25 Euro ließ mich durch Zunahme von Ordnung und Durchhörbarkeit aufhorchen.
Durch den Wechsel auf das hervorragende Aqvox-USB-Kabel (www.aqvox.de) konnte ich dann eine höhere Klangstufe erzielen. Als sei ein imaginärer Vorhang zur Seite gezogen worden, steigerten sich Luftigkeit, Durchhörbarkeit und Klangbühne, alles wirkte natürlicher und klarer.

Mit diesem Kabel habe ich lange Zeit zufrieden gehört. Auch der Anschaffungspreis (circa 150 Euro/1 m) steht für mich in einem guten Verhältnis zum Ayre-Wandler.
Erfahrene Kabelhersteller wie Audioquest, Kimber und auch Oyaide bieten nun auch gute und verschiedene USB-Verbinder für jeden Geschmack und Geldbeutel an. Ohne jetzt näher auf alle Kabel eingehen zu wollen, haben mich die beiden Audioquest (www.audioquest.com) Spitzenmodelle Coffee und Diamond in meiner Anlage sehr beeindruckt. Mit dem Diamond (circa 500 Euro/1 m) erreichte ich eine unvergleichliche Klarheit und Auflösung.
Die Firma Wireworld (www.wireworldaudio.com, deutscher Vertrieb: www.high-fidelity-studio.de) hat vier USB-Kabel im Programm. Das Einsteigerkabel außer Acht lassend, möchte ich hier gerne die drei besseren vorstellen, das Starlight (circa 120 Euro/1 m), das Silver-Starlight (circa 300 Euro/1 m) und das Platinum-Starlight (circa 650 Euro/1 m). Alle Kabel sind wertig gefertigt und fallen sofort durch einen rechteckigen Querschnitt auf. Das Topmodell wird in einem hochwertigen Alukoffer geliefert.

Das rote Starlight klingt in meiner Anlage z.B. im Vergleich zum Aqvox nicht so spektakulär und luftig, wolkig, lässt aber eine bessere Fokussierung einzelner Stimmen und Instrumente zu, ein mir sehr wichtiger Aspekt, gerade bei Klassik. Ein etwas weniger spektakulär und kleiner wirkendes Klangbild mag bei einem schnellen A/B-Vergleich weniger gefallen, bei längerer Beschäftigung gewinnt aber der natürliche und echtere Klang die Oberhand und führt zu mehr Zufriedenheit (eine Erkenntnis, die ich auch auf alle anderen HiFi-Komponenten anwenden kann).
Vollverstärker:
Dussun V8
Audiochina GmbH
UVP: 1.200 EUR
Equipment:
Quelle:
Audiomeca Obsession II
Creek Destiny
Verstärker:
Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C
Lautsprecher:
Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta
Kabel:
NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF
LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema